es ist beruhigend, wie zuverlässig WingsX auf meinem aktuellen MacBook Pro läuft. Projekte, Präsentationen, Multivisions-Vorträge vor Publikum – alles läuft superflüssig und stabil. Dennoch möchte ich mich absichern, da auch viele Veranstalter verlangen, dass man als Referent mit einer Backup-Lösung anreist.
Ich habe noch ein Windows-Gerät mit einer 1 GB Festplatte, 16 MB RAM und einer recht ordentlichen Grafikkarte (S2). Diesen Rechner benutze ich mittlerweile nicht mehr, aber als reine Backup-Notfalllösung sollte er eigentlich ausreichen.
Glücklicherweise muss man sich beim Kauf einer WingsX-Lizenz nicht vorab für Mac oder Windows entscheiden, wofür ich dem Entwicklerteam meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Ansonsten könnte ich mein Vorhaben, einen Windows-Rechner als Backup zu meinem Vortrags-Mac zu verwenden, ohnehin vergessen.
Es gibt aber noch ein paar Performance-Probleme. Ich habe festgestellt, dass die Ladezeiten für die Grafikdateien relativ lang sind, dass manche Buttons verzögert reagieren und die Fenster teilweise leicht flackern – vor allem bei größeren Projekten.
Speichern klappt einwandfrei, allerdings bewegt sich der Fortschrittsbalken ungewohnt langsam (geschätzt ca. 1–2 Pixel pro Sekunde). Kamerafahrten und Videos laufen nicht immer ganz flüssig, aber als Backup würde mir das im Notfall ausreichen.
Videos funktionieren allerdings nur, wenn ich diese zuvor mit dem Wings-internen Videokonverter in H.264 konvertiere, was aber Wings X mit wenigen Mausklicks spielerisch erledigt ist.
Für die Grafikkarte habe ich zusätzlich noch einen VESA-Treiber geladen, der laut alter Dokumentation die Speicherverwaltung etwas verbessert. Damit funktioniert der Präsentationsmodus (Vollbildmodus) spürbar besser.
Außerdem habe ich den Disketten-Cache aktiviert und die Bootreihenfolge so angepasst, dass die Systemdiskette zuerst geprüft wird, bevor die Swap-Diskette geladen wird. Laut alten Entwicklerhinweisen soll das die Ladezeiten spürbar verbessern.
Auf der WingsX-Webseite wird bei den minimalen Systemanforderungen Windows 10 angegeben. Ich meine, dass ich mich erinnern kann, beim Stöbern in den Tiefen des Forums und beim Googeln alter Entwicklernotizen mal Hinweise und Notizen gefunden zu haben, dass man bestimmte Einstellungen (in den .INI-Dateien?) machen kann – um quasi einen Kompatibilitätsmodus herzustellen –, damit das Ganze auch unter Windows 93 sauber zum Laufen gebracht werden kann.
Meine Frage nun:
Hat jemand von euch zufällig auch noch einen Rechner mit Windows 93 und kann Hinweise zu den Einstellungen geben? Für konstruktive Hinweise wäre ich dankbar. Wie gesagt, das Ganze braucht nur als Backup-Lösung im Worst Case zu laufen; soweit reicht der Anspruch, was die Performance betrifft.
Ein Vorteil wäre auch bei Vortragsreisen, dass ich diesen – vom materiellen Wert her fast wertlosen – Backup-Rechner relativ unbesorgt im Auto liegen lassen könnte (Diebstahlrisiko), was ich bei einer teuren Mac-Backup-Lösung äußerst ungern tun würde.
lg
Hans
