showtime-multivision hat geschrieben: ↑21. Nov 2025, 08:30
..... Musikstücke unterschiedlich laut sind (ich meine immer den höchsten Pegel ....
..... EIN Niveau der lautesten Stelle des jeweiligen Musikstückes einzupegeln?...
Hallo Jürgen,
Das ist nicht sinnvoll. Für den "empfundenen Lautheitseindruck" oder das "Lautheitsempfinden" ist der RMS-Pegel aussagekräftiger.
Dieser RMS-Pegel gibt einen Duchschnitsspegel über eine gewisse Zeitspanne an. Es gibt im i-net riesige Abhandlungen über diesen "Lautheitseindruck", der eigentlich die Maßeinheit "Sone" nutzt. Da es ein empfundener Wert ist, sind die Definitionen und Artikel nicht immer ganz einfach. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass man mit dem RMS-Pegel so UNGEFÄHR den Lautheitseinduck abbilden kann.
Noch näher am "korrekten Lautheitseindruck" wäre die LUFS-Anzeige, die aber wiederum spezielle Messgeräte erfordert. Da aber die LUFS-Anzeigen nicht so häufig sind (zumindest im Hobby-Bereich), kann an der Stelle aber auch die RMS-Anzeige genutzt werden.
Wie im o. a. Thema schon erläutert, gibt es aber ein Problem mit einem großen Dynamikumfang. Ein Musikstück, was in einer kurzen Passage vielleicht bis an die 0 dB-Grenze geht, kann aber im Duchschnittswert sehr leise sein. Ich hatte ja im o. a. Link auch ein paar Beispiele gegeben. Um dieses sehr leise empfundene Musikstück lauter zu machen, müsstest du also den Durchschnittspegel erhöhen, was aber nicht geht, da ansonsten die lauteste Stele in die "digitale Übersteuerung" geht und das mit brutalen Verzerrungen quittiert wird.
Das Gegenteil ist hochkomprimierte Musik (Stichwort: Loudness War). Obwohl der Spitzenpegel teilweise knapp unterhalb von 0 dB bleiben kann, ist der Lautheitseindruck seeeehr hoch, weil eben der Durschnittspegel (RMS) sehr hoch liegt.
Wer tiefer einsteigen möchte:
https://sengpielaudio.com/RechnerSonephon.htm
https://www.peak-studios.de/rms/
https://hofa-college.de/blog/mastering- ... -wirklich/
Für die Praxis bedeutet das in unserem Falle, dass Hintergrundmusik eher "ruhig und dezent" ist und eine nicht zu starke Komprimierung in der Dynamik aufweist, z. B. vieles aus der sog. Smooth-Jazz-Ecke.
Bei selbst gesprochenen Kommentaren sollte darauf geachtet werden, in der Lautstärke nicht zu stark zu schwanken. Eine Gefahr besteht weiterhin bei den "Duckimpulsen" wie z. B. bei den T- und P-Lauten oder den Sibilanten (S- und Zischlaute). Die sind "ganz gerne mal sehr laut"

Bei eigenen Sprachaufnahmen schadet es auch nicht, sich einmal mit Dynamik-Kompressoren oder sogar Limitern zu beschäftigen. Hier ist aber auch etwas Erfahrung gefragt, denn werden diese Mittel übertrieben eingesetzt, entstehen uinter Umständen die sog. Pumpeffekte oder auch Verzerrungen und ein stark komprimierter Klang.